Aktuelles

Wir feiern Geburtstag!

SAVE THE DATE
Tag der Offenen Tür zum 28. Geburtstag der KUNST-PRAXIS


Achtung Terminverschiebung:
Wir feiern am: Sonntag, 09. Oktober 2022 von 15 bis 18 Uhr
Ort: Kunst-Praxis Soest, Atelier im Garten
Paradieser Weg 15
59494 Soest

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Sie haben Gelegenheit zur Besichtigung unserer Ausstellung "Art in Paradise - Art Brut, Outsider & Modern Art" im Museum "Sammlung Susanne Lüftner". Dazu gibt es Hausmusik und Gespräche mit und über In- und Outsider/n.

Flyer zur Ausstellung [7.170 KB]

Angaben ohne Gewähr

Mitgliederversammlung 2022

24.05.2022 - Mitgliederversammlung der Kunst-Praxis.

Die Einladung mit den vorgesehenen TOPs geht/ging allen Mitgliedern per e-Mail zu. Die Mitgliederversammlung findet statt am:

Zeit: Dienstag, den 24.05.2022, 19:00 Uhr
Ort: Kunst-Praxis Soest, Atelier im Garten
Paradieser Weg 15
59494 Soest

Habt Ihr Vorschläge zur Verbesserung und zur Intensivierung der Kulturarbeit oder für Programmpunkte? Für Eure Anregungen sind wir dankbar!

Wir freuen uns darauf, Euch im Atelier der Kunst-Praxis begrüßen zu dürfen.

Kunst und Kultur können Türen offen halten

03.03.2020 - Pressemitteilung des KUNST-PRAXIS Soest e.V. zum Krieg in der Ukraine:

Die Soester Kunst-Praxis hat sich im Lauf ihres fast dreißigjährigen Bestehens, für die Förderung und Sichtbarmachung künstlerisch begabter Menschen mit Psychiatrieerfahrung, seelischen und/oder körperlichen Beinträchtigungen stark gemacht. In der Nazidiktatur wurden behinderte Menschen, aber auch kritische, "entartete" Künstlerinnen und Künstler, hunderttausendfach Opfer eines barbarischen, systematischen Vernichtungswahns. Bis heute kämpfen sie - auch in der freien Welt - mit ihren Verbänden um gerechte Teilhabe und gegen Stigmatisierung.

Die Kunst-Praxis, behinderte und nichtbehinderte Kunst- und Kulturschaffenden gemeinsam, haben sich in Soest sowie deutschlandweit und international mit Ausstellungen, Vortragsreihen und Kunstaktionen für Freiheit und Demokratie, Gerechtigkeit und Diversität, Natur-, Kultur- und Klimaschutz u.v.a.m. engagiert und kritisch eingesetzt.

Das Outsider-Art-Museum der Kunst-Praxis wurde 2012 von der in der Ukraine geborenen Künstlerin, Psychologiestudentin und ehemaligen Frontfrau der "Piratenpartei" Marina Weisband eingeweiht. Ihr Vortrag hatte den Titel: „Wie Kunst uns alle retten kann - über den kreativen Zugang zu Politik und Gesellschaft.“

Voller Schmerz und Entsetzen schauen wir jetzt auf das Kriegsgeschehen in der Ukraine, dabei stehen wir, Vorstand und Mitglieder des Kunst-Praxis Soest e.V., voll hinter dem Appell des Deutschen Kulturrates vom 02.03.2022:

>>Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, verfolgt mit großer Sorge den Krieg in der Ukraine. Es ist ein russischer Angriffskrieg. Der Deutsche Kulturrat steht klar und unmißverständlich an der Seite der Menschen, die in der Ukraine für Freiheit und Unabhängigkeit einstehen und kämpfen. Er steht zu den Menschen, die sich in Russland, oft unter Einsatz ihres Lebens und das ihrer Familien, für Frieden und Freiheit, für Demokratie und Menschenrechte, für Kunst- und Medienfreiheit. Er ist voller Respekt vor den Journalistinnen und Journalisten, die aus dem Krieg berichten und dafür Leib und Leben riskieren. Gerade jetzt sind unabhängige Informationen dringend erforderlich.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagt zu den aktuellen Entwicklungen: "Kunst ist auch politisch, aber ich bin fest davon überzeugt, dass nicht von jedem Künstler oder jeder Künstlerin ein politisches Statement verlangt werden darf. Insbesondere nicht von Künstlerinnen und Künstlern, die dafür ihr Leben und das ihrer Familien riskieren müssen. Wer sich allerdings als Künstler oder Künstlerin Autokraten andient und sie unterstützt, muss mit Konsequenzen rechnen, dies sollte generell und nicht nur im Krieg gelten. Eine Form von Gesinnungsprüfung ist allerdings mit der Kunstfreiheit nicht vereinbar. Es darf keinen Bekenntniszwang geben, das widerspricht unseren demokratischen Grundwerten.

Wichtig ist, den verzweifelten Menschen in der Ukraine zu helfen.
Wichtig ist, dass wir allen Geflüchteten dieses Krieges Asyl in unserem Land gewähren.
Wichtig ist aber auch, die positiven zivilgesellschaftlichen Kräfte in Rußland zu stärken.
Wichtig ist, dass der Dialogfaden nicht gänzlich abreißt.

Kunst und Kultur können Türen offenhalten, wenn selbst die Türen der Diplomatie zugefallen sind."<<

Download folder - art in paradise [2.994 KB]

„Kultur ist Soest sehr lieb und ziemlich teuer“

Leserbrief zum:
Artikel im Soester Anzeiger vom 29.11.202
„Kultur ist Soest sehr lieb und ziemlich teuer“ [267 KB]


„Wie viel ist uns Kultur wert?“ fragt Anzeiger Redakteur Kienbaum eingangs im o.g. Artikel und behauptet dann, “Bürger und von ihnen gewählte politische Stellvertreter“ würden „spätestens in Zeiten, wo das Geld knapp ist (-) gerne die Frage stellen: Muss das wirklich sein? Auch wenn das Kunst ist, kann das nicht weg?“

Formulierungen wie dieser letzte Satz können bei kulturnahen Menschen Schnappatmung auslösen, doch möchte ich nicht näher darauf eingehen. Wichtiger erscheint es mir zu fragen, ob die Kunst- und Kulturförderung in Soest tatsächlich so überaus großzügig ist, wie der Artikel vorgibt.

Herr Kienbaum nennt Subventionen, die wie jedes Jahr an die städtischen Museen, die Stadtbücherei und an Institutionen wie Musikschule und Alter Schlachthof fließen. Wie hoch oder bescheiden ist der Prozentsatz, der als Kulturetat (2,5 Millionen Euro) vom Gesamthaushalt abgezweigt werden soll? Herr Wapelhorst, Kämmerer und Kulturbeauftragter der Stadt „in Personalunion“ könnte darauf eine Antwort geben.

Nun sind Unterstützungen aus Steuermitteln für prestigeträchtige und den Tourismus bedeutsame Kultureinrichtungen eine Sache, wie aber steht es um die Förderung der freien Szene in Soest?

Als eine der ersten Städte landesweit hat der Soester Stadtrat im Jahr 1996 entschieden, die sogenannten freiwilligen Leistungen für die Kultur auf 15 Tausend Euro jährlich einzudampfen. Um diese Mittel dürfen sich Soester Kunst- und Kulturschaffende seitdem bewerben, sie werden projektbezogen - auch an bereits subventionierte Einrichtungen - vergeben.

Kulturförderung heißt u.a. aber auch: Gibt es in Soest bezahlbare Atelier-, Übungs- und Wohnräume, ausreichend Ausstellungs- und Auftrittsmöglichkeiten, „Brotjobs“ für Künstlerinnen und Künstler? Die allermeisten lebten und arbeiteten schon vor der Coronakrise in prekären Verhältnissen. Wie viele werden noch aufgeben? Denn die staatlichen Hilfspakete greifen bei Soloselbstständigen und der freien Szene oft nicht. Wie steht es um die Kulturberichterstattung in Soest? Wie ist es um die personelle Besetzung, Unabhängigkeit und fachliche Kompetenz hiesiger Kunst- und Kultur-Stiftungen, -Stipendien und -Preise bestellt? Werden Diskussionen geführt über die Rolle von Kunst und Kultur in einer sich wandelnden Gesellschaft vor den Herausforderungen von Pandemie und Klimawandel?

Bei wem das letzte Statement der scheidenden Kanzlerin dazu noch nachhallt, der weiß, wie existentiell wichtig diese Debatten sind und sein werden. Ich hoffe, dass die neue Kulturstaatsministerin Claudia Roth, die u.a. „Strukturen der freien Szene“ ausbauen will, beherzt für frischen Wind sorgt, der nicht an Soest vorbeizieht.

Susanne Lüftner-Haude, Bildende Künstlerin, Leiterin der Kunst-Praxis Soest und Leipzig

Widerstand gegen Soest-Art-Konzept

Zum unten veröffentlichten Leserbrief erschien am 15.11.2021 ein Artikel im Soester Anzeiger:

Widerstand gegen Soest-Art-Konzept [265 KB]

Soest-Art auf drei Tage reduziert

Leserbrief zum
Artikel im Soester Anzeiger vom 30.10.2021 [243 KB] :
Soest-Art auf drei Tage reduziert:


SoestArt, das Festival für die freie Kulturszene, wurde 2014, 2016 und 2018 von der Wirtschaftsförderung der Stadt in Zusammenarbeit mit etlichen Kulturvereinen vorbereitet und durchgeführt. Durch den Wechsel zum KulturBüro, das dem Schlachthof-Trägerverein angeschlossen ist, soll sowohl die Unabhängigkeit gewährleistet sein, als auch das „Format der Kulturmarke SoestArt“ neu ausgerichtet werden.

Die Marketingsprache der Ausschreibung legt nahe, dass wirtschaftlicher Nutzen und nicht die Förderung und Würdigung der freien Kulturszene im Vordergrund steht. Auch die komprimierte Verdichtung der Festivalreihe von sechs Wochen auf drei Tage am Wochenende verspricht keinen tiefen, nachhallenden Kulturgenuss, sondern „ein Format, mit dem möglichst viele Menschen etwas anfangen können“. Eine wahre „KulturExplosion soll Menschen auch von außerhalb nach Soest locken“. (s. Soester Anzeiger und Homepage SoestArt)

Die neue Ausrichtung von SoestArt wurde während des Corona-Lockdowns vom KulturBüro ohne uns, die Kultur-Akteurinnen und Akteure, entwickelt. Sie wurde uns erstmals Anfang Oktober vorgestellt. Es gab Zustimmung wie z.B.: „Ist doch schön, dass was für uns gemacht wird“, aber auch Kritik. Ich war dabei und nenne die wichtigsten Einwände, die im o. gen. Artikel fehlen:

Die Präsentation und recht barsche Verteidigung der fertigen Pläne und Vorgaben durch Thomas Wachtendorf wurden von etlichen Kulturschaffenden als fehlende Wertschätzung der bisherigen Kooperation, als Gängelung und/oder Vereinnahmung empfunden. Die Namensschöpfung SO ARTig!? für die Veranstaltungsreihe 2022 miesfiel als „geckig“ oder Verharmlosung: „Ich bin nicht artig,“ meinte eine Künstlerin.

Auch die Finanzierung des Festivals fand Kritik - sie sei einseitig und problematisch für die Kulturschaffenden: Der Schlachthof-Trägerverein, das angeschlossene KulturBüro und das Marketing für SO ARTig!? würden jährlich mit einem erheblichen Finanzierungszuschuss seitens der Stadt gefördert. Das KulturBüro böte Künstlerinnen und Künstler zwar Hilfe bei der Beantragung von Fördermitteln - ohne Erfolgsgarantie - an, allerdings sei die Frist dafür bereits Ende Oktober ausgelaufen. Die meisten Akteure würden sich selbst und voraussichtlich vergeblich um die Finanzierung ihrer Arbeit kümmern müssen.

Die Finanzierungsspritze für KulturBüro und Trägerverein lässt auch den Schluss zu, dass diese nicht in jedem Falle unabhängig agieren können. Sie müssen dem Bürgermeister und dem Kulturausschuss Rapport geben und jährlich deren Zustimmung für die Finanzierung erhalten. Unwahrscheinlich ist, dass das ohne Reibereien abgeht, wenn Künstlerinnen und Künstler im Rahmen von SoestArt mit einer kritischen Arbeit überregional Aufsehen erregen. Zuletzt ist dies 2018 geschehen, als Kunst-Praxis, Malschule, der Kreis engagierter Bürger und die WallLinden-Initiative den Umgang mit dem historischen Soester Stadtwall in einer gemeinsamen Performance kritisierten und darüber eine Dokumentation mit dem Logo von SoestArt herausgaben.

Diesen Kritikpunkt stellte ich kürzlich beim ersten „Kulturstammtisch“ vor, an dem auch Mitglieder des Kulturausschusses und wenige Kunstschaffende teilnahmen: Wenn ich als Künstlerin an SO ARTig!? 2022 teilnehmen möchte, muss ich einen Vertrag unterschreiben mit folgendem Passus: „Politische Beiträge sind nicht erlaubt“. (s. Homepage SoestArt „Markennutzung“)

Ich fragte: „Wer hatte ein Interesse daran, diesen Satz dort unterzubringen und was genau ist damit gemeint?“ Frau Frede vom KulturBüro erklärte, der Satz sei bewusst so allgemein gehalten. Die anschließende Diskussion ergab, dass eine solche „Zensur“ nicht statthaft sei. Die Kunst hierzulande ist frei.

Einige Tage später wurde der Passus auf der Homepage des KulturBüros wie folgt abgeändert: „Rassistische, nationalistische, sexistische oder andere dem Geist des Humanismus widersprechende Veranstaltungen oder Verhaltensweisen werden nicht geduldet und entsprechend geahndet.“

Was genau ist - mit dem zweiten Teil des Satzes - gemeint? Vielleicht wurde er bereits wieder abgeändert?


Susanne Lüftner-Haude
Bildende Künstlerin, BBK Ruhrgebiet und Leipzig, GEDOK Leipzig
Leiterin der Kunst-Praxis Soest und Leipzig

Kontakt: 0160 930 708 20


Hierzu erschien am 15.11.2021 ein Artikel im Soester Anzeiger:
Widerstand gegen Soest-Art-Konzept [265 KB]

Kulturpolitik

Die Leistungen von Bildenden Künstler:innen müssen fair vergütet werden
Eine Vergütung für die öffentliche Präsentation bildkünstlerischer Werke muss selbstverständlich sein. Diese Forderung besteht bereits seit den 70er Jahren. Die Ausstellungsvergütung ist eine zeitgemäße, notwendige und grundlegende Antwort auf die prekäre wirtschaftliche Lage von Bildenden Künstler:innen. Sie sollte eine wesentliche Erwerbsquelle für Bildende Künstler:innen sein. Es ist es an der Zeit, diese Gerechtigkeitslücke zu schließen. Zur Aktion ...

KAUFLAND

Werke von Susanne Lüftner und Werke aus der „Sammlung Susanne Lüftner - Outsider Art und Art Brut“

Textile Objekte, die Bodeninstallation "Kaufland" sowie Arbeiten in teils gegenständlicher Malerei thematisieren mit feiner Ironie gesellschaftlichen Anpassungsdruck, Verführung zum Konsum, Verunsicherung und Identitätssuche des Menschen im digitalen Zeitalter.
Desweiteren werden einige Werke aus der „Sammlung Susanne Lüftner - Outsider Art und Art Brut“ vorgestellt und Interessierte bekommen Informationen zur KUNST-PRAXIS in Soest.


AUSSTELLUNG
Tapetenwerk
Lützner Str. 91
D-04177 Leipzig

Haus F, Erdgeschoss links

KUNST-PRAXIS – Atelier Susanne Lüftner
Eröffnung
Fr, 17. Sep 2021 18:00 Uhr
Ausstellung
Sa, 18. bis So, 19. Sep 2021

Graphic Novel von Amelie Luna

Corona-Zeiten sind auch für die Kunst-Praxis eine ernste Herausforderung.

Wir haben die öffentliche Kultur-Pause dennoch genutzt und bringen nun das Erstlingswert der 17-jährigen "Amelie Luna" (Künstlerinnen-Name), heraus, die schon seit einigen Jahren das "Laboratorium" der Kunst-Praxis besucht.

Es ist eine Graphic Novel mit phantastischen Zeichnungen und einer berührenden, Mut machenden Geschichte - nicht nur für junge Leute. Ihr Titel ist: "The Ending You Deserve". Der Text wurde von in (gut verständlicher) englischer Sprache verfasst, weil ihre Botschaft überall in der Welt von Bedeutung ist und ist zum Preis von 12 Euro in Soest in der Ritterschen Kunst- und Buchhandlung erhältlich.

Interessenten können sich auch direkt an die Kunst-Praxis oder über Instagram an AMELIELUNAA und TUMBLR: AMELIELUNAA an die Künstlerin wenden

Leseprobe

THE ENDING YOU DESERVE [16.092 KB]
PDF-Leseprobe von Amelies Graphic Novel zum Download


Urheber: LUNA, AMELIE
ISBN-13: 978-3-00-065763-4

Verlag:
Kunst-Praxis Soest e.V.
Paradieser Weg 15
59494 Soest, Westf

Tel: +49 (0160) 93070820
E-Mail: kunstpraxis.soest@t-online.de
MVB-Kennnummer 5221904

Erscheinungstermin: 15.06.2020
Auflage: 200

Anzahl Seiten: ca. 40
Preis: 12,00 EUR (DE)