Führungen durch die Ausstellung "Art in Paradise" im Haus der Kunst-Praxis nach telefonischer Absprache.

Tel.: 02921 76 70 97

Mobil: 0160 930 708 20

Do

15

Aug

2019

Ausstellung "Anpassungsstörung"

Susanne Lüftner, Karl Burkhard, Alfred Stief, Med. Gustav Struck

„ANPASSUNGSSTÖRUNG“

19.08 – 25.08.2019

Eröffnung am Sonntag,18.08.2019, 15.00 Uhr

Kloster Wedinghausen,

Klosterstraße 11

 

ANPASSUNGSSTÖRUNG – Sammlung Lüftner zu Gast in Kloster Wedinghausen

Schon seit 1980 setzt sich die Bildende Künstlerin und Kunsttherapeutin Susanne Lüftner mit Kunst und Leben von Vertreter*innen der sogenannten „Outsider Art oder Art Brut" auseinander und bringt nun Teile ihre Sammlung ins Kloster Wedinghausen nach Arnsberg. Die Ausstellung „Anpassungsstörung“ zeigt Werke von Susanne Lüftner und drei Outsider-Künstlern, die sie während eines einjährigen Kunstprojektes in der Psychiatrie (1992/1993) kennen und schätzen lernte, deren Leben und Werk sie seitdem fördert und begleitet. Die dialogische Ausstellung ist so konzipiert, dass die Kunstwerke der drei Outsider untereinander und mit einigen dazu ausgesuchten Arbeiten von Susanne Lüftner korrespondieren: Es entstehen Überschneidungen und Parallelen, Bezüge und Absonderungen, Fremdheit und Annäherung zwischen den Exponaten - und den Betrachtenden: „ANPASSUNGSSTÖRUNG“- das gemeinsame Thema dieser Gruppenausstellung.

 

Susanne Lüftner, geb. 1953 in Soest, ist seit Ende ihres Kunststudiums an der Kunstakademie in München (Diplom 1978) nicht nur freischaffende Künstlerin sondern auch Mentorin für künstlerisch hochbegabte Menschen mit und ohne Behinderungen. 1994 hat sie in ihrer Heimatstadt Soest die Kunst-Praxis – ein landesweites Leuchtturmprojekt – gegründet, die sie bis heute leitet. Susanne Lüftner  zeigt Fotoarbeiten, Malerei und ein Textilobjekt.

 

Die Zeichenkunst von Karl Burkhard (1927-2001) ist sowohl von einer fantasievollen Themenbreite als auch von seinen schmerzvollen Erfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus und von seinem späteren Erleben in der Psychiatrie geprägt. Der gebürtige Iserlohner besuchte in seinen letzten Lebensjahren die Kunst-Praxis und  verstarb 2001 in Lippstadt. 

 

Die Bilder und Kunstobjekte von Med. Gustav Struck (1937-2001) vermitteln direkt, expressiv und oft humorvoll die tiefe Natur- und Heimatverbundenheit des Künstlers, der auf dem elterlichen Bauernhof in Reelsen, Krs. Bad Driburg, aufwuchs, lebte und arbeitete, bis er für Jahrzehnte - mit kurzen Unterbrechungen - in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht wurde. Die letzten Lebensjahre verbrachte er in Soest, wo er die Kunst-Praxis besuchte und in Nieheim, wo er in einem Alten- und Pflegeheim verstarb.

 

Alfred Stief, geb. 1952 in Recklinghausen überzeugt mit farbenkräftigen Bildwerken und dreidimensionalen Häkelarbeiten, die sein Leben vor, während und nach der psychiatrischen Internierung thematisieren. Der Künstler lebt heute in Soest.

 

Art Brut. Der Weinhändler und Kunstsammler Jean Dubuffet (1901-1985) stellte der Kunstgeschichte den Ausdruck Art Brut zur Verfügung. Gemeint ist „die rohe, ursprüngliche Schöpfung, wilder, reiner, unverfälschter Werke von unverbildeten Menschen“. Nach Meinung von Michel Thévoz, dem Leiter der Art-Brut-Sammlung in Lausanne, ist Art Brut„die äußere Form des Widerstandes gegenüber der kulturellen Institutionalisierung, die Ausdrucksform derer, die man als die Maximalisten der Kulturverweigerer bezeichnen könnte.“ An die Kritiker richtete Jean Dubuffet die Worte: „Sowenig wie es eine Kunst von Irren gibt, sowenig gibt es eine Kunst der an Verdauungsschwäche oder am Knie Erkrankten.“ (Text: Kurt Schrage)

 

Ausführliche Biographien, Kataloge und Erläuterungen in der Ausstellung.

„ANPASSUNGSSTÖRUNG“ ist eine bemerkenswerte und nachhallende Ausstellung, die zum Reflektieren und Staunen einlädt. 

Die Ausstellung wird am 18.08 um 15.00 Uhr eröffnet und findet vom 19.08 bis zum 25.08.2019 im Kloster Wedinghausen statt. Sie ist jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

 

Di

07

Mai

2019

Altstadtrundgang: Zukunftsfähige Stadtentwicklung

Der Kreis engagierter Bürger (KEB) und die Kunst-Praxis veranstalten am Samstag, dem 11. Mai, einen Stadtrundgang zum Thema „Herausforderungen und Zielsetzungen einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung in Soest“.

Im Mittelpunkt dieses kritischen Altstadtrundganges stehen der Klimaschutz und - aufgrund der gefährdeten, spezifischen Identität unserer historischen Altstadt - der Denkmalschutz.

Treffpunkt ist um 15 Uhr im Rosengarten am Kunstwerk „Speak Free“, auch Rednerpult genannt.

Der ca. 2-stündige Rundgang behandelt u.a. das Wallentwicklungskonzept, insbesondere die Umgestaltung des Brunowalls mit angrenzender Gräfte sowie des „Mühlenpättkens“ und die geplante neue Bebauung an der Thomästraße. Er führt weiter durch den modernisierten Theodor-Heuss-Park und endet am Modezentrum Kress.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich Soest verbunden fühlen und sich für die Belange dieser besonderen Stadt einsetzen möchten, sind zum Rundgang herzlich eingeladen.

Pressemitteilung Altstadtrundgang
KEB PM Stadtrundgang 2019.docx
Microsoft Word Dokument 12.3 KB

Fr

01

Mär

2019

Pressemitteilung: Kunstaktion am 2. März 2019 Abschied von den Bäumen auf dem Brunowall

Soest, Samstag, 2. März 2019 „Ende eines Sommers – Wer möchte leben ohne den Trost der Bäume!“ hieß die Kunstaktion, die Susanne Lüftner, Künstlerin und Leiterin der Soester Kunst-Praxis, im August letzten Jahres in Kooperation mit der Soester Malschule und lokalen Kunstschaffenden auf dem Brunowall in Soest organisierte und durchführte.

 

Nach der Fällung von 22 Linden möchte Susanne Lüftner am kommenden Samstag, dem 2. März, ab 11 Uhr, beginnend am Aufgang Ulrichertor, dann den Wall passierend, eine Kunstaktion zu den Bäumen gestalten. Hartmut Lux, Bärbel Dreher, Arno Haude und Erika Wilhelm, die zur Kunstaktion "Ende eines Sommers - Wer möchte leben ohne den Trost der Bäume!" beigetragen haben, haben bereits ihre Teilnahme zugesichert. Weitere KünstlerInnen können sich mit ihren Beiträgen anschließen.

 

Soester Bürgerinnen und Bürger sind einladen, ebenso ein Zeichen des Abschieds und der Anteilnahme auf dem Brunowall zu hinterlassen.

Das Foto zeigt die Installation von Susanne Lüftner zur Kunstaktion im August 2018 auf dem Brunowall. Fotograf: Arno Haude

Mi

23

Jan

2019

Kunstpraxis-Jubiläum 2019

Hier der Artikel zum Herunterladen und nachlesen:

K.-P. S.A. Ankündigung Jubiläumsjahr 201
JPG Bild 1.3 MB

Mo

17

Dez

2018

Unterzeichnung DIE VIELEN

 

NRW-ERKLÄRUNG DER VIELEN

 

Kunst schafft einen Raum zur Veränderung der Welt

 

Als Kulturschaffende in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. In diesem Landwurde schon einmal Kunst als entartet diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Kunstschaffende.

Heute begreifen wir die Kunst- und Kultureinrichtungen als offene Räume, die Vielen gehören. Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich so im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten!

Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteur*innen dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechte Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur.

Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Kulturschaffenden, mit allen Andersdenkenden verrät, wie sie mit der Gesellschaft umzugehen gedenken, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern würden.

Wir als Unterzeichnende der NRW Kunst- und Kultureinrichtungen, ihrer Interessensverbände und freien Kunst- und Kulturschaffenden begegnen diesen Versuchen mit einer klaren Haltung:

  • Die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen führen den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über rechte Strategien. Sie gestalten diesen Dialog mit Mitwirkenden und dem Publikum in der Überzeugung, dass die beteiligten Häuser den Auftrag haben, unsere Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln.
  • Alle Unterzeichnenden bieten kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda.
  • Wir wehren die illegitimen Versuche der Rechtsnationalen ab, Kulturveranstaltungen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
  • Wir verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch eine rechtsextreme Politik immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

Rassismus ist Alltag. Rechtsextremismus ist ein Symptom davon. Dieses Bündnis will nicht nur Symptome bekämpfen, sondern in die Tiefe wirken. Wir setzen uns deswegen mit den eigenen Strukturen auseinander und stellen diese zur Verhandlung. Wir müssen die Kunst- und Kulturräume sowie unsere Gesellschaft öffnen, damit wir wirklich Viele werden!

 

Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle. Die Kunst bleibt frei!

 

Selbstverpflichtung NRW

 

  1. Als Unterzeichner*innen sind Kultureinrichtungen, Kunstinstitutionen, ihre Interessensvertretungen oder Verbände sowie freie Kunst- und Kulturschaffende angefragt.
  2. Mit ihrer Unterschrift erklären sich die Unterzeichnenden bereit, den Text der Erklärung innerhalb der eigenen Organisation bzw. des eigenen Arbeitsumfeldes unter bspw. Mitarbeiter*innen, Ensemblemitgliedern, Kurator*innen, Publikum und Besucher*innen bekannt zu machen und darüber ins Gespräch zu kommen.
  3. Die Erklärung wird auf der Internetseite, im Programmheft, als Aushang im Foyer uvm. veröffentlicht.
  4. Die Unterzeichnenden werden auf der Homepage www.dievielen.de sichtbar gemacht. Eine Verlinkung ist gewünscht.
  5. Die golden–glitzernde Rettungsdecke, das Symbol der Vielen, soll je nach Corporate Design der Einrichtung Anwendung im Zusammenhang mit der Erklärung finden – ob als Fahne, Layout-Hintergrund, als Icon oder golden-glänzend hinterlegte Schrift (Tool-Kit wird bereitgestellt).
  6. Die Unterzeichnenden bereiten Informationsveranstaltungen, Gespräche und Aktivitäten im Sinne der vier Handlungsebenen der Erklärung vor, die Termine werden gemeinsam über www.dievielen.de kommuniziert.
  7. Im Rahmen der eigenen Pressearbeit und einer zentralen Pressekonferenz werden die Erklärung und die Kampagne mit Stichtag zum 9. November veröffentlicht. Aktionen zum Kampagnenstart wie das Hissen der goldenen Rettungsdecken an den Kulturorten, erste Informationsveranstaltungen, Lesungen uvm. werden selbstständig realisiert und gemeinsam koordiniert.
  8. Die Kampagne zur Erklärung der Vielen hat einen regionalen Charakter und wird über regionale Zusammenschlüsse von Kulturschaffenden als „Berliner, Hamburger, Dresdner, NRW uvm. Erklärung der Vielen“ bundesweit verbreitet.
  9. Die Unterzeichnenden bleiben durch regelmäßige Treffen im Austausch miteinander. Sie verpflichten sich außerdem zu einer kritischen Überprüfung der Ausschlussmechanismen im eigenen Arbeitsumfeld sowie im Zusammenschluss der Vielen NRW.
  10. Die Unterzeichnenden beteiligen sich aktiv an einer bundesweiten Kampagne mit Aktionstagen, Dialogforen und der Mobilisierung zu einer „Glänzenden Demonstration der Kunst und Kultur – Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle. Die Kunst bleibt frei!“ in Berlin zum Mai 2019 (voraussichtlich Samstag, den 18. Mai 2019).
  11. Die Unterzeichnenden verpflichten sich zu gegenseitiger Solidarität mit Kultureinrichtungen und Akteur*innen der Künste, die durch Hetze und Schmähungen unter Druck gesetzt werden.