Führungen durch die Ausstellung "Art in Paradise" im Haus der Kunst-Praxis nach telefonischer Absprache.

Tel.: 02921 76 70 97

Mobil: 0160 930 708 20

Fr

05

Mai

2017

Ausstellung WEST.PROVINZ - Kunst zwischen Anpassung und Widerstand

Ausstellung von Susanne Lüftner vom 2. Mai - 31. Juli 2017 in der

GEDOK en passant Galerie

Haus des Buches / Literaturhaus

en passant Galerie, Foyer 1. Etage

Gerichtsweg 28

04103 Leipzig.

www.gedok-leipzig.de

 

Künstlergespräch:

Dienstag, 20. Juni 2017, 16:30 Uhr

 

Exkursion mit dem Kunst-Praxis-Bus geplant. Bei Interesse bitte melden.

 

 

"Die westfälische Künstlerin, *1953 in Soest, bearbeitet seit 40 Jahren das spannungsvolle

Feld zwischen Anpassung und Widerstand. Stilistisch bewegt sie

sich in einem weiten Spektrum: von Konzeptarbeiten, Installationen, abstrakten

Bildern, oder solchen in pseudo-realistisch-surrealistischer Malweise bis zu

Collagen. Thematisch geht sie aus von ihrem persönlichen Erleben in Familie,

Partnerschaften, den verschiedenen Lebensorten und ihrem erweiterten gesellschaftlichen

Umfeld. Dabei zeigt Susanne Lüftner ein sicheres Gespür für das

Un-Heile, dem sie immer wieder das Entstehen und engagierte Betreiben „guter

Orte“ entgegensetzt. Seit 1994 ist sie Gründerin und Leiterin der Soester Kunst-

Praxis. Dort arbeitet sie künstlerisch mit Menschen aus dem sozialen Exil, Geflüchteten

und Einheimischen gemeinsam zur Entwicklung der Persönlichkeit,

Kommunikation und gesellschaftlichen Teilhabe. Diese Kunst im öffentlichen

Raum folgt in ihrer Idee Beuys´schen Vorstellungen von „Sozialer Plastik“."

Einladung WEST.PROVINZ
Flyer WEST.PROVINZ Leipzig_2017.pdf
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Do

30

Mär

2017

Exkursion mit Kunstpraxis-Bus: "Kleinkariert" in Dortmund, Maria Lassnig in Essen und "Die innere Haut" in Herford

Maria Lassnig Zwei Arten zu sein (Doppelselbstporträt), 2000 Öl auf Leinwand, 100 x 125 cm Maria Lassnig Stiftung © Maria Lassnig Stiftung
Maria Lassnig Zwei Arten zu sein (Doppelselbstporträt), 2000 Öl auf Leinwand, 100 x 125 cm Maria Lassnig Stiftung © Maria Lassnig Stiftung

Am kommenden Sonntag, dem 2. April fährt der Kunst-Praxis-Bus zur Ausstellungseröffnung „Kleinkariert“ nach Dortmund und anschließend ins Museum Folkwang in Essen in die Ausstellung „Maria Lassnig“.

Am Sonntag, dem 9. April folgt ein Besuch ins Museum Marta in Herford mit der Schau: „Die innere Haut. Kunst und Scham.“

 

Die Ausstellung „Kleinkariert“, an der auch die Soester Künstlerin Susanne Lüftner-Haude teilnimmt (s. Anlage), wird in der Big Gallery am Dortmunder U vom 2. bis 30. April gezeigt.

Der Bundesverband Bildender Künstler Ruhrgebiet schreibt als Veranstalter in der Ankündigung:

„Kleinkariert also u.a. spießig, intolerant, bürokratisch, kleindenkend... alles Eigenschaften, die Künstler sich in ihrer Weltwahrnehmung und ihrem damit verbundenen künstlerischen Tun eher nicht zuordnen lassen wollen würden? Vielleicht aber in ihrem Umfeld entdecken? 

Andererseits... auch Künstler arbeiten mitunter mit einer stark perfektionistischen Grundhaltung.  Wo ist also die Grenze zwischen Pedanterie und Perfektionismus? 

Zu sehen sein wird ein Ensemble von ernsten bis heiteren professionellen Umsetzungen, 

das bestimmt nicht kleinkariert daherkommt … oder doch? … und dies mit voller Hingabe!“

„Maria Lassnig (1919 – 2014)“, schreibt das Museum Folkwang in Essen zur gleichnamigen Ausstellung, „ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Generation. Ausgangspunkt und Gegenstand ihres malerischen und zeichnerischen Werkes ist der Körper: Wie lässt sich das eigene Körperbewusstsein darstellen? Diese Frage hat die erst spät gewürdigte österreichische Künstlerin zeitlebens beschäftigt. Die umfassende Retrospektive zeigt das Spektrum ihres Schaffens anhand von mehr als 40 Gemälden und ausgewählten Filmen.“

Ins Marta nach Herford fährt die Kunst-Praxis einmal wegen des spektakulären Museumsbaus für zeitgenössische Kunst und Design, entworfen vom amerikanischen Stararchitekten Frank Gehry, und wegen der derzeitigen Ausstellung „Die innere Haut. Kunst und  Scham“ mit beeindruckenden Werken international bedeutsamer KünstlerInnen:

„In der bildenden Kunst besitzt das Motiv der Scham bereits eine lange Tradition. Seit den 60er Jahren bis heute scheinen KünstlerInnen selbstverständlich Regeln zu übertreten und die Schamgrenzen auszuweiten. Angesichts der weiten Verbreitung von Nacktbildern in den Medien scheint das Thema heute aktueller denn je. Doch was beschämt oder provoziert überhaupt noch und welche Rolle spielen KünstlerInnen in diesem Zusammenhang? Mit sinnlichen und berührenden, aber auch humorvollen Arbeiten untersucht die Ausstellung, inwiefern es heute eines besonderen Rüstzeugs bedarf oder das Teilen von Intimitäten ein Gefühl von Gemeinschaft erzeugen kann.“ (Marta Herford)

 

Kunstinteressente, die mitfahren möchten,  können sich vereinzelt noch anmelden. Die Abfahrtzeit am 2. April ist um 9.45 Uhr, am 9. April um 11 Uhr, ab Kunst-Praxis, Paradieser Weg 15. Die Rückkehr ist abends gegen 20 Uhr geplant. Anmeldungen und Infos: www.kunstpraxis-soest.de; email: kunstpraxis.soest@t-online.de; mobil: 0160 970 483 59

Einladung Ausstellung "Kleinkariert"
kleinkariert_2017_Einladung-2.pdf
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Di

07

Mär

2017

Farben Freude Fantasie: Ausstellung 3.4. - 11.5.2017

Eröffnung: Montag, 3. April 2017 um 15:00 Uhr

Ein Malprojekt mit Flüchtlingen von März bis Dezember 2016 im Haus Sauerland in Lippetal und in der Kunst - Praxis in Soest

Die Anschrift:

Haus Biele, Bahnhofstr. 15, 59510 Lippetal-Hovestadt

Den Schlüssel zur Ausstellung bekommen Interessierte während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros im „Haus Biele“

Mo 8:00 - 12:30 Uhr 14:00 – 17:00 Uhr

Di-Do 8:00 - 12:30 Uhr 14:00 – 16:00 Uhr

Fr 7:00 – 12:30 Uhr

und außerhalb der Öffnungszeiten nach Absprache mit:

Barbara Dreher Tel.: 02923 10 97 oder 

Susanne Lüftner-Haude Tel.: 0160 930 708 20

Malprojekt_Leporello_V5-3.pdf
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Di

07

Mär

2017

Café Brut: Zusammenleben - Paul in den Bäumen

Lesung: Paul Hitzke

Texte, Gedichte und Geschichten vom Zusammenleben mit der Kreatur

Sonntag, 26. März 2017, 15:00 - 18:00 Uhr

 

15:00 Uhr : das Café ist geöffnet

16:00 Uhr : Lesung

17:30 Uhr : Führung durch das Haus der Kunst-Praxis und die Sammlung Lüftner

 

Eintritt 10,- Euro inkl. Kaffee und Kuchen

Café Brut Hitzke
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Mi

14

Sep

2016

Kunst-Dialog mit Christa Biederbick

Christa Biederbick (mit Turban) stellt ihren Katalog vor.
Christa Biederbick (mit Turban) stellt ihren Katalog vor.

Gespräch mit Christa Biederbick

Kunstdialoge in der Kunst-Praxis am 10.09.2016

 

 

So hoch die Wellen um die mögliche Versetzung des „dicken Mannes“, anlässlich der Umgestaltung des Theodor-Heuss-Parks, in Zeitungsartikeln, Leserbriefen und in Internetforen schlugen, so klein war – ganz nach Wunsch der Künstlerin - der Kreis von Interessierten, die sich am Samstagnachmittag im Garten der Kunst-Praxis einfanden, um mit der Bildhauerin Christa Biederbick ins Gespräch zu kommen. Die international renommierte Künstlerin hat die Skulptur „Der Große Sitzende“ im Jahr 1980 zunächst in Holz gearbeitet und als 2. Fassung in Bronze gießen lassen.

Susanne Lüftner, Leiterin der Kunst-Praxis, begrüßte Christa Biederbick und ihre Gäste, die im Schatten der Magnolie Platz genommen hatten und stellte zunächst, als Begründerin der „Künstlerinnen Initiative Soest“ (KIS, 1990-1993), den kunsthistorischen Hintergrund vor, der „den Dicken“,  im Jahr 1991, vor dem ehemaligen Kunstpavillon im Theodor-Heuss-Park, Platz nehmen ließ, wo er bis heute sitzt. Anschließend leitete Susanne Lüftner zu  Biographie und Werdegang von Christa Biederbick über:

1940 in Balve geboren, wuchs sie in Soest auf und studierte Grafik an den Werkkunstschulen Dortmund und Münster, anschließend freie Malerei und Bildhauerei an der Staatlichen Hochschule der Bildenden Künste in Berlin. 1969 wurde sie dort Meisterschülerin und Stipendiatin der Villa Massimo in Rom. Als 24jährige bekam sie den August-Macke Förderpreis. Im Jahr 1976 wurde sie Mitglied der Gruppe ZEBRA. 1991 erhielt sie eine Professur für Bildhauerei an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Christa Biederbick lebt und arbeitet heute mit ihrem Ehemann Karlheinz Biederbick, ebenfalls Bildhauer und Kunstprofessor, in Berlin und Bahnitz (Havelland).

Bewegt lauschten die Kunstfreunde den Erläuterungen von Christa Biederbick zu ihrem so überaus vielfältigen und beeindruckenden Werk, in dem sie auch zu gesellschaftlichen Themen Stellung bezieht: feinsinnig-kraftvoll, manchmal ironisch, immer im Sinne eines engagierten Humanismus. Sie beantwortete Fragen der Gäste zu ihrem Leben als junge Künstlerin und Mutter einer Tochter, als Professorin und zur zeitweise gemeinsamen künstlerischen Arbeit mit Karlheinz Biederbick, zu ihrem langen, gemeinsamen Leben als Künstlerpaar.

„Was für ein schöner Tag“, war gegen 18 Uhr das einhellige Resümee der Künstlerin, ihrer Gäste und der Gastgeberin nach einer abschließenden Führung durch das Atelier von Susanne Lüftner und die Art Brut-Sammlung im Haus der Kunst-Praxis.

Kataloge zur Bildhauerkunst von Christa Biederbick und eine Dokumentation zur Ausstellungs- und Programmreihe „Die Stadt Soest und ihre Künstlerinnen - von vergessenen und bekannten Frauen in der Soester Kunstgeschichte“, ein Projekt der „Künstlerinnen Initiative in Soest“ im Jahr 1991, sind in der Kunst-Praxis, Paradieser Weg 15 in Soest einzusehen. Nächste Gelegenheiten dafür sind die „Lange Nacht der Kunst“, am 24. September von 18 bis 22 Uhr und beim 22. Geburtstagsfest der Kunst-Praxis mit Café Brut am 25. September von 15 bis 18 Uhr.

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Ausstellung "Avatar & Atavismus, Outside der Avantgarde"

Kunsthalle Düsseldorf, 22. August bis 8. November 2015

Die Künstler Karl Burkhard und Alfred Stief aus der Sammlung Susanne Lüftner nehmen mit ihren Werken an der Ausstellung teil.

Pressemitteilung zur Ausstellung:

„Angekommen! Heimliche Künstler“ titelte das art-Magazin im Jahr 2013, als Outsider Künstler ihre Werke auf der Biennale in Venedig zusammen mit den Besten der zeitgenössischen Kunst-Avantgarde präsentierten, nicht als Exotikum, sondern als selbstverständlicher Bestandteil:

 

„Sie galten als psychisch krank oder waren Sonderlinge. Sie schufen sich einen eigenen Kosmos, obsessiv, konsequent, mit ganzer Hingabe. Irgendwann entdeckte der Kunstbetrieb die Werke und nannte sie Outsider Art. Auf der Biennale in Venedig steht diese Kunst jetzt sogar im Mittelpunkt - die Außenseiter von früher sind plötzlich mittendrin.“

 

In diesem Jahr wird diese Auszeichnung auch zwei Künstlern der Soester Kunst-Praxis zuteil: Karl Burkhard und Alfred Stief präsentieren in der Ausstellung „Avatar und Atavismus“ besonders herausragende Werke. Aus der Pressemitteilung der Kunsthalle Düsseldorf:

 

„Die Aus­stel­lung zeigt be­kann­te Künst­le­rin­nen und Künst­ler mit Ar­bei­ten zwi­schen Ob­ses­si­on, Nar­ra­ti­on und Iro­nie, wie sie seit der post­mo­der­nen Wen­de nach 1978 mög­lich ge­wor­den sind. Ein Raum mit Wer­ken des `wil­den´ Jahr­zehnts er­öff­net mit Na­men wie Wal­ter Dahn, Mar­tin Dis­ler und Jiří Georg Dokoupil. Dar­an schlie­ßen sich Ar­bei­ten Sieg­fried Anzin­gers an, flan­kiert von Künst­lern wie An­to­ni­us Hö­ckel­mann und Al­fred Klinkan. Im fol­gen­den Jahr­zehnt las­sen sich wie ei­ne ani­mis­ti­sche Ket­te Po­si­tio­nen von Franz West, Ro­se­ma­rie Tro­ckel, Gün­ther Förg, Tho­mas Schüt­te und Mi­ke Kel­ley aus­ma­chen, die neue Ava­tare er­fin­den: West die Le­mu­ren, Förg die Mas­ken und Tro­ckel die ge­strick­ten Ge­sichts­mas­ken `Ba­la­kla­va´. Was die­se Ar­che­ty­pen voll­ends le­gi­ti­miert und erst heu­te rich­tig sicht­bar macht: Die­se Ava­tare sind von un­ter­schied­li­chen Per­sön­lich­kei­ten der Ge­ne­ra­tio­nen zu­vor, an­ge­führt von Loui­se Bour­geois und Ma­ria Lass­nig mit Ge­org Ba­se­litz und Bru­ce Nau­man, die in der glei­chen Zeit­span­ne ei­ne ähn­li­che Grund­hal­tung an den Tag le­gen.

Künst­ler­per­sön­lich­kei­ten wie Sa­rah Lu­cas, Da­na Schutz, Kai Alt­hoff, Tho­mas Zipp, An­dré But­zer, An­dy Ho­pe 1930 oder John Bock set­zen nach 2000 die­se Ten­denz mit ganz ei­ge­nen Ak­zen­ten fort. Tal R und Jo­na­than Mee­se er­rich­ten ei­ne Teil-Re­kon­struk­ti­on der Burg MOR von 2005. Die Ava­tare der jun­gen Ge­ne­ra­ti­on von heu­te ver­bin­den sich mit Re­a­dy Ma­des und Me­di­en­re­fle­xi­on, so in den Ar­bei­ten von Jus­tin Ma­ther­ly und Eva Kot'átková.

 

Hin­zu kom­men Künst­le­rIn­nen aus Kunst­haus Kan­nen Müns­ter, Kunst-Pra­xis Soest e.V., MALzeit­ler Du­is­burg, ULSS 2 Felt­re/Ita­li­en; u.a.: Ge­org Brink­schul­te, Karl Burk­hard, Giu­sep­pe Cur­to, Gior­gio Do­ri­go, Wil­ma Sa­vio, Al­fred Stief.“

S.A. Atavarar und Atavismus 2015.pdf
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K.-P. Pressemitteilung Avatar und Atavis
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Am 27.9.2015 feiert die Soester Kunst-Praxis ihren 21. Geburtstag


Keine Museumsgründung wie im Jahr 2013, kein Jubiläumsfest, wie im letzten Jahr, „nur“ ein Sommerfest feiert die Soester Kunst-Praxis an ihrem 21-jährigen Geburtstag am Sonntag, 27. September von 15.00 bis 19.00 Uhr. Das Kunsthaus mit privatem Museum, Galerie und Sammlung, Ateliers, Bibliothek und einem zauberhaften, kleinen Garten, dem temporären Café Brut, gilt bei vielen Kennern und Liebhabern als einzigartiges Gesamtkunstwerk nahe der Soester Altstadt, am Paradieser Weg mit der Hausnummer 15.

 

Hierzulande wird die Kunst-Praxis immer noch wie ein Geheimtipp empfohlen. Woran mag das liegen? Hier geht es um Menschen, die Lebenswidrigkeiten erschüttert oder sogar aus der Bahn geworfen haben, um Philosophie, die Lebenspraxis-tauglich, um Kunst, die keine bloße Unterhaltung sein will, sondern die Leben in seinen Höhen und Tiefen, seinen Verwerfungen und Schroffheiten, seiner Vitalität und Energie widerspiegelt, die Ernst macht mit dem Motto: Kunst ist Leben, Leben ist Kunst.

Besucht wird die Kunst-Praxis von Neugierigen, Erfindern, Phantasten, Grenzgängern und von Menschen, die ihrem Eigen-Sinn beharrlich - und gern mit Gleichgesinnten - auf der Spur geblieben sind. Gezeigt wird im Haus die Kunst „genialer Dilettanten“, von Künstlern, die der sogenannten Art Brut oder Outsider Kunst zuzuordnen sind. Korrespondierend dazu sind Werke der Leiterin der Kunst-Praxis, Susanne Lüftner, ausgestellt, die Kunsttherapeutin seit zwanzig Jahren und seit 40 Jahren als selbstständige Bildende Künstlerin tätig ist und von weiteren professionellen Künstlerinnen und Künstlern, die den Lebensweg von Susanne Lüftner und ihrem Ehemann Arno Haude inspiriert haben.

 

Zum Sommerfest gibt es wie in jedem Jahr Kaffeeklatsch, Kunst und Kultur vom Feinsten, in diesem Jahr ausschließlich hausgemacht. Arno Haude wird aus seiner CD-Sammlung Musik aussuchen, - passend zum stimmungsvollen Spätsommernachmittag. Nach einer kurzen Ansprache zur Begrüßung durch Susanne Lüftner um 16.30 Uhr, können Gäste eins ihrer mitgebrachten, persönlichen Lieblingsgedichte unter dem Laubdach der Magnolie im Garten dem Publikum vortragen. Das Kunst-Praxis Klavier steht bereit für spontane Improvisationen und musikalische Vorträge von mutigen Interpreten aus dem Gästekreis. Die Ausstellung „Art in Paradise – Outsider & Modern Art“ im alten Backsteinhaus kann besichtigt werden.

 

Infos, Kontakt: Telefon: 02921 76 70 97; 0160 970 483 59

Offenes Atelier im Sept 2015

Am Sonntag dem 6. September öffnet die Kunst-Praxis von 15 bis 18 Uhr im Rahmen der Veranstaltung "Offene Türen, Künstlerateliers stellen sich vor" ihre Pforten. 

Das Atelier von Susanne Lüftner-Haude und die Ausstellung >Art in Paradise - Outsider & Modern Art< können besichtigt werden. Bei schönen Wetter ist das Café Brut im Garten geöffnet.

Flyer Museum
K.-P. Flyer Museum 2015.pdf
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Ausstellung "Metamorphosen"

"Metamorphosen - Verwandlungen, Menschen und Schmetterlinge in der Natur und Kultur",  Werke von Susanne Lüftner und Hartmut Lux in Möhnesee-Körbecke, 27. März bis 18. Mai 2015

 

Offene Tür in der Kunstpraxis am 22. November


Führung durch die Sammlung, Vorstellung der Jubiläumsschrift, Dichter-Lesung

 

 Am Sonntag, 23 November 2014, öffnet die Kunst-Praxis Soest mit dem Museum Sammlung Susanne Lüftner von 16 bis 18 Uhr ihre Türen. Kunst-Praxis-Leiterin Susanne Lüftner und Arno Haude vom Vorstand des Fördervereins der Kunst-Praxis beantworten Fragen der Besucher zur Ausstellung „Art in Paradise - Outsider & Modern Art“.

 

Christel Gottschalk stellt die Jubiläumsschrift „Lüftner´s Traum und EigenSinn: Kunst als Praxis seit 40 Jahren, hiervon 20 Jahre Kunst-Praxis in Soest, als eine Form ihres künstlerischen Schaffens, als ihre „soziale Plastik“. Die Arbeit von Susanne Lüftner wird kunsthistorisch und zeitgeschichtlich in ihren Kontext gestellt und ausführlich begründet gewürdigt. Der Essay ist daher reich an Quellenangaben zur aktuellen Frauenkunstgeschichte.

Diese von Michael Odenwäller und Arno Haude schön gestaltete Jubiläumsschrift gibt der Förderverein aus Anlass des 20jährigen Bestehens der Kunst-Praxis Soest heraus. Sie ist in der Kunst-Praxis und in der Ritterschen Buch- und Kunsthandlung Soest erhältlich.

Für Liebhaber der Dichtung und Poesie liest der Soester Autor, Fotograf und Maler Hartmut Lux ab 17.00 Uhr aus neueren Werken.

individueller und kollektiver Wirksamkeit“ vor. Die Autorinnen, Verena Bruchhagen, Dozentin an der TU Dortmund und die Künstlerin Cornelia Regelsberger haben diesen wissenschaftlichen Essay im Dialog entwickelt und sprachlich brillant umgesetzt. Sie beschreiben anschaulich, mit Verweis auf viele Zeitbezüge, die künstlerische Arbeit von Susanne Lüftner.

20 Jahre Kunst-Praxis-Soest

Am 28.10.2014 wurde in der Kunst-Praxis Geburtstag gefeiert: Festrede, Musik und Lesung im Garten, beschienen von Spätsommersonne, Führungen durch die Sammlung und selbstgebackener Kuchen.

Ein würdiges Fest! Sehen Sie selber...

Grußworte zum Jubiläum
K.-P. Grußworte zum Jubiläum Susanne Lüf
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Eine Pionierin wird 20


LEBENSART

Seit 1994 steht die KUNST-PRAXIS in Soest, mit dem 2012 eröffneten MUSEUM SAMMLUNG SUSANNE LÜFTNER – OUTSIDER & MODERN ART, für Kunst, Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung.

Als lebendige, unabhängige Institution bereichert die KUNST-PRAXIS die Kunst- und Kulturszene in Soest und weit über die Grenzen der Stadt hinaus.

 

Jubiläumsjahr 2014
K.-P. Konzeption Jubiläumsjahr 2014 a.do
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Infos zum Jubiläumscafe Brut
Jubiläum Cafe Brut_Folder_2014.pdf
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„Eine Pionierin wird 20“

die Kunst-Praxis in Soest, 1994 bis 2014

v.l.n.r. Sven Sladek, Susanne Lüftner, Michaela Ruhfus
v.l.n.r. Sven Sladek, Susanne Lüftner, Michaela Ruhfus

Mit der Vorbereitung und Planung des Jubiläumsjahres 2014 der Soester Kunst-Praxis befassen sich seit wenigen Wochen, gemeinsam mit Susanne Lüftner, auch die diplomierte Kulturwissenschaftlerin und Künstlerin Michaela Ruhfus und der Informatiker Sven Sladek, die seit einigen Wochen im Kunst-Praxis-Team mitarbeiten. Die Schaffung von Arbeitsplätzen für Künstlerinnen und Künstler ist ein Satzungsziel der Kunst-Praxis. Susanne Lüftner und der Vorstand des Fördervereins sind ausschließlich ehrenamtlich tätig.

 

Susanne Lüftner: „Wir suchen derzeitnoch eine Person - eine Pensionärin oder einen Pensionär etwa - deres Freude machen würde, geeignete Sponsoren-Partner zu finden und mit unserer wohltätigen und gemeinnützigen Einrichtung zusammen zu bringen, die sich in der Vielfalt von Fördermitteltöpfen, Stiftungen und Projektgeldern zurechtfindet und passende Anträgebearbeitet und/oder die evtl. die Spendenakquise übernehmen möchte. Eine solche ehrenamtlich tätige Person wäre für das Kunst-Praxis-Team und die Menschen, die die Angebote der Kunst-Praxisnutzen, eine große Hilfe.“

 

In dieser Woche, vom 3. bis 6. Oktober, wird die Kunst-Praxis beim „2x2Forum“, einer Kunstmesse für Art Brut und Outsider Art, mit Vorträgen, Workshops und Theater, im Kunsthaus Kannen in Münstervertreten sein. (--> Info: kunsthaus-kannen.de)


Wer mitfahren und/oderuns dort besuchen möchte, kann sich in der Kunst-Praxis melden.

 

Ihren 19. Geburtstag in diesem Jahrgestaltet die Kunst-Praxis ruhiger und besinnlicher. Am Sonntag, den 13. Oktober, von 15 bis 18 Uhr wird zu selbstgebackenem Kuchen ins „Café Brut“ und zu einer Führung durch die Sammlung (ab 16 Uhr) eingeladen.

 

Adresse: Paradieser Weg 19,59494 Soest

Info:Tel.: 02921-767097; mobil: 0160 970 483 59; www.kunstpraxis-soest.de

Kurzbeschreibung des Projektes, das in Soest und Berlin statt findet

 

Die Kunst-Praxis in Soest mit dem 2012 eröffneten „Museum Sammlung Susanne Lüftner – Outsider & Modern Art“ steht für Kunst, Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung.

 

1994 von der Künstlerin und Kunsttherapeutin Susanne Lüftner gegründet, ist die Kunst-Praxis ein Ort der Begegnung zwischen jungen, erwachsenen und alten Menschen, Menschen in Lebenskrisen, nach Psychiatrieaufenthalten, Behinderten und Nicht-Behinderten. Ein Ort für Künstler, Philosophen und Forscher, Phantasten und Grenzgänger, Schauende und Schaffende. Als lebendige „Graswurzelbewegung“ bereichert die Kunst-Praxis seit nunmehr fast 20 Jahren die Kunst- und Kultur-Szenein Soest und weit über Grenzen unserer Stadt hinaus.

 

Die Kunst-Praxis war immer wieder Pionierin: So arbeiteten hier Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen, lange bevor der Begriff der Integration in der Gesellschaft zum Leitbegriff wurde. Werke aus der Sammlung Susanne Lüftner wurden in Deutschland und international ausgestellt, z. B. im Jüdischen Museum in Berlin, in der Halle de Saint Pierre in Paris, in der Galerie Stähli in Zürich und auf der Outsider Art in New York – und dies lange bevor die Art Brut von der „offiziellen Kunstwelt“ akzeptiert wurde und z. Zt. aktuell auf der Biennale in Venedig „angekommen“ ist.

 

VERANSTALTUNGEN IM JUBILÄUMSJAHR2014

 

In den letzten 20 Jahren haben Susanne Lüftner und das Kunst-Praxis-Team nicht nur vielfältigste Begegnungen ermöglicht, sondern zahlreiche Veranstaltungen sind durch Zusammenarbeiten entstanden. Im Jubiläumsjahr und zur Gründungsfeier am 11./12. Oktober 2014 sind alle Kunst-Praxis-Teilnehmer, Künstler und Philosophen, Mitstreiter und Förderer eingeladen, die die Kunst-Praxis ermöglicht, inspiriert und bereichert haben.Das Programm des Jubiläumsjahres wächst aus diesen Wieder-Begegnungen. Und natürlich sind dazu auch neue Gästeherzlich eingeladen!

 

KATALOG DER SAMMLUNG

 

Zu Anlass des 20-jährigen Bestehens möchte die Kunst-Praxis einen Katalog mit Werken von vier Künstlern aus der „Sammlung Susanne Lüftner“, die der „Art Brut“ oder„Outsider Art“ zuzuordnen sind, herausbringen, vorausgesetzt, die hierfür beantragten Fördergelder werden bewilligt.

 

Die Sammlung hat ihren Ursprung ebenfalls in einer Begegnung: Susanne Lüftner war 1992/93 als Künstlerin in der Westfälischen Klinik für Psychiatrie Lippstadt-Benninghausen tätig. Dort arbeitete sie u. a. mit den Bewohnern Karl Burkhardt, Ferdinand Roßblatt, Alfred Stief und med.Gustav Struck, erkannte ihr künstlerisches Talent und begann, ihre Arbeit zu fördern und ihre Werke zu sammeln. Die erste Ausstellungim Jahr 1993 „Aus den Augen – Aus dem Sinn“ in der Neu-Sankt-Thomäkirche, im Burghofmuseum und im Bürgerzentrum „AlterSchlachthof“ in Soest ist heute noch vielen damaligen Besuchern in Erinnerung. Seitdem wächst die Kollektion ständig weiter und wurde in Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert. Dr. Thomas Röske, Leiter des Museums „Sammlung Prinzhorn“ in Heidelberg, der ersten und weltweit bedeutenden Sammlung der Kunst psychiatrisch internierter Menschen (um 1920), hat die Sammlung Susanne Lüftner, seit ihren Anfängen 1993, wissenschaftlich begleitet und maßgeblich gefördert.

 

Die geplante Werkschau wäre der erste „eigene“ Katalog der vier Künstler, die bis auf Alfred Stief inzwischen verstorben sind. Der Katalog soll ihr Lebenswerk würdigen und die Kraft und Eigenheit ihrer Arbeiten aufzeigen, die von der Unbedingtheit, sich ausdrücken zu müssen, Zeugnis geben. Zudem soll der Katalog das Engagement von Susanne Lüftner vorstellen und würdigen: durch ihren Einsatz – unter oft schwierigsten Voraussetzungen - sind Werke geschaffen worden, ist eine Sammlung entstanden, die es ohne sie, die selber Kunstschaffende ist, nicht gäbe.

 

Im Rahmen der Jubiläumsfeier am 11./12. Oktober 2014 sollen Katalog und Werke der Sammlung in den Museums-Räumen der Kunst-Praxis in Soest und anschließend - vom 13. November 2014 bis zum 10. Januar 2015 - in der renommierten Galerie ‚Art Cru‘, in den Kunsthöfen in Berlin, präsentiert werden.

19. Geburtstag der Kunst-Praxis

Bericht vom 19. Geburtstag der Kunst-Praxis am 13. Oktober 2013 und dem 2x2 Forum im Kunsthaus Kannen vom 03. Bis 06. Oktober 2013.

Susanne Lüftner-Haude präsentierte drei Künstler ihrer Sammlung im Kunsthaus Kannen
Susanne Lüftner-Haude präsentierte drei Künstler ihrer Sammlung im Kunsthaus Kannen

Rotbackige Äpfel von der Nachbarin, frische Walnüsse aus der herbstlichen Börde, duftender Kaffee, ein von Künstlerinnenhand reich verzierter Geburtstagskuchen und viele weitere selbstgebackene Leckereien, - der 19. Geburtstagstisch in der Kunst-Praxis war am Sonntag reich gedeckt. Kunst-Praxis-Leiterin Susanne Lüftner-Haude führte die Gäste durch ihr Atelier und das ungewöhnliche Soester Kunsthaus, ein im letzten Jahr eröffnetes Museum, mit Exponaten aus der Sammlung Susanne Lüftner. Zwischen die Werke von Outsidern oder Art Brut-Künstlern, die Susanne Lüftner-Haude vor über 20 Jahren entdeckte, seitdem fördert und bereits international ausstellte, mischen sich Arbeiten von Künstlern wie Wolfgang Lüftner, Pavel Feinstein, Carola Mahl und Michaela Ruhfus, sowie Fotografien von Arno Haude.

 

Bei ihren Führungen weiß Susanne Lüftner viele Anekdoten und Geschichten über die originellen Künstler zu erzählen: „Ich erlebe immer wieder, wie beeindruckt, ja ergriffen, die Besucher reagieren, wie offen und aufgeschlossen sie nach kurzer Zeit das Gespräch suchen. Die besondere Gestaltung der Räume, in denen – anders als in einem gewöhnlichen Museum - gelebt und künstlerisch gearbeitet wird, darin die Exponate, die unmittelbar Zeugnis geben, dass sie ein Überlebensmittel für ihre hochbegabten und sensiblen Schöpfer bedeute(te)n und ihre oft tragischen Lebensgeschichten im sozialen Exil, in Anstalten oder in selbstgewählter Abgeschiedenheit, lassen niemanden unberührt.“ So trägt die Kunst-Praxis, seit bald 20 Jahren, mit ihren künstlerischen, kunsttherapeutischen und philosophischen Angeboten überaus erfolgreich dazu bei, dass sich Psychiatrie-Erfahrene, Menschen mit und ohne Behinderungen, unbefangener begegnen können und ihre lebensförderliche Kreativität, ihr künstlerisches Talent entfalten.

Susanne Lüftner-Haude berichtete den Gästen noch von den besonderen Würdigungen beim jüngsten Kongress und der Kunstmesse „2x2 Forum“ im Münsteraner Kunsthaus Kannen zu Beginn dieses Monats: Drei Künstler aus ihrer Sammlung, Karl Burkhard, Gustav Struck und Alfred Stief begeisterten die Besucher, Museumsleiter und Galeristen aus zahlreichen europäischen Ländern. Einladungen zu Ausstellungen folgten und das französische Museum „Art en Marche“ erwarb mehrere gehäkelte Objekte von Alfred Stief. Der inzwischen 61jährige Künstler war bekanntlich 2 Jahrzehnte zu Unrecht in der forensischen Psychiatrie untergebracht. Susanne Lüftner-Haude erwirkte, nach jahrelangem Kampf, gemeinsam mit einem Anwalt, 2009 seine Entlassung. (Der Anzeiger berichtete) Heute lebt Alfred Stief zufrieden, gesund, endlich gut betreut in Soest und arbeitet regelmäßig im Atelier der Kunst-Praxis. Weitere Werke aus der Sammlung Lüftner, eine Zeichnung von Karl Burkhard und zwei Häkelobjekte von Alfred Stief wurden vom Kunsthaus Kannen ausgewählt. Susanne Lüftner erwarb für ihre Sammlung ein großes, expressives Werk des französischen Art Brut-Künstlers Philippe Azema und eine weitere Skulptur von Markus Meurer mit dem phantastischen Titel „Medimafischkettenarmeisengokkel.“ In der Kunst-Praxis gratulierten die Gäste Alfred Stief, der mit Häkelnadel und Wolle zum Geburtstag erschienen war, zu seinem Erfolg. Der stellte daraufhin eine Kostprobe seiner Kunst, ein rotes Hütchen, her, das er als Geschenk zurückließ.

 

Sinnreich - Die Soester Kooperation für Lebenskunst

Nele Röttger, Susanne Lüftner-Haude, Gundula Rohe und Thomas Wachtendorf (von links)
Nele Röttger, Susanne Lüftner-Haude, Gundula Rohe und Thomas Wachtendorf (von links)

In Soest gibt es drei Institutionen, die mit ihren spartenübergreifenden, integrativen Angeboten und Impulsen in Theorie und Praxis, überaus wirksam das Soester Kulturleben weit über seine Grenzen hinaus inspirieren. Diese drei sind die „Kunst-Praxis“, die seit 1994 in Soest ein künstlerisches, kunsttherapeutisches und philosophisches „Laboratorium“ für Menschen mit und ohne körperliche, seelische oder geistige Behinderungen betreibt und die im Jahre 2013 Haus, Atelier und Garten als Gesamtkunstwerk und Museum eröffnete, außerdem die „Rittersche Buch- und Kunsthandlung", die sich seit ihrer Gründung im Jahre 1836 als lebendiger Ort der Begegnung zwischen Mensch, Buch und literarischer Avantgarde versteht und schließlich die „Akademie für angewandte Philosophie", die seit 2012 in Soest auch für Nichtphilosophen philosophische Methoden und Einsichten bereithält.

 

Diese drei Institutionen haben ihren je eigenen Zugang zu den „großen Fragen“, beispielsweise nach Sinn, Freiheit, Gerechtigkeit oder Liebe. Gleichzeitig sind sie dadurch miteinander verbunden, dass sie das menschliche Bedürfnis in den Mittelpunkt stellen, sich und die Welt gemeinsam und nicht in Konkurrenz zueinander erforschen zu wollen.

  

Kunst-Praxis, Rittersche und Philosophie-Akademie, haben sich Anfang 2014 unter dem verbindenden Motto „Sinnreich“ zusammengeschlossen und wollen künftig gemeinsam grenzerweiternde Projekte in Soest initiieren. Den Anfang macht eine Vortragsreihe, die vom Philosophen, Biologen und Naturjournalisten Cord Riechelmann eröffnet wird, der ein von der Kritik gefeiertes Buch über Krähen veröffentlicht hat. Es folgen der Philosoph und Buchautor Gerd B. Achenbach, der 1981 den Begriff der Philosophischen Praxis (PP) begründete und schließlich der Philosoph und Hochschullehrer Wilhelm Schmid. Sie werden in je einem Vortrag am 7. Mai, 10. September und 24. November einen Spannungsbogen entwerfen von einer „Kultur der Erregung“, einer „Kultur der Begeisterung und des Engagements“ bis hin zur „Kultur der Gelassenheit“.

Kunst, Literatur und Philosophie haben uns insbesondere heute etwas Wesentliches zu sagen. In einer globalisierten Welt, die immer komplexer und vielfältiger wird, haben wir als Menschen Bedürfnisse und Fragen, die uns weder die Wirtschaft, noch die Technik oder die Naturwissenschaften beantworten können. Seit jeher macht der Mensch sich nicht nur auf die Suche, praktische Probleme und Aufgaben zu lösen, es gibt mehr, das ihn antreibt, mehr, was er verstehen will.

 

Kunst, Literatur und Philosophie haben gemeinsam, dass sie es dem Menschen ermöglichen, sich in Beziehung zu setzen: Hier begegnet der Mensch zunächst sich selbst und seinen eigenen Fragen. Das kann im stillen Kämmerlein geschehen. Da wir aber soziale und geistige Wesen sind, ist es für uns umso erhellender und bereichernder, wenn wir uns gemeinsam mit anderen Menschen im Austausch über Kunst, Literatur und Philosophie erfahren.

Lob der Begeisterung

Dozent: Dr. Gerd B. Achenbach

 

Gründer der Philosophischen Praxis, ist Autor zahlreicher Bücher. U.a. „Das kleine Buch der inneren Ruhe“, „Lebenskönnerschaft“, „Vom Richtigen im Falschen. Auf Wegen philosophisch inspirierter Lebenskönnerschaft“, „Buch der Liebe: Liebe - der göttliche Wahn“. Zuletzt: „Zur Einführung der Philosophischen Praxis“.

 

Mittwoch, 10. Sept. 2014 19.00 Uhr

Kosten: 8,00 €, erm. 6,00 €

Ort: Aula im Aldegrever-Gymnasium Burghofstraße 20 59494 Soest

 

Die Rittersche Buch- und Kunsthandlung, die Kunst-Praxis und die Akademie für angewandte Philosophie haben sich zu Beginn des Jahres unter dem Titel „Sinnreich“ zu einer Kooperation in Soest zusammengeschlossen. Der gemeinsame Austausch über Kunst, Literatur, Philosophie und Wissenschaft ist heute wichtiger denn je. Diesen Austausch zu fördern, ist das Ziel der Kooperation „Sinnreich“. Für die erste gemeinsame Vortragsreihe, die am 7. Mai, 10. Sep- tember und 24. November 2014 stattfindet, konnten hochkarätige Dozenten gewonnen werden. Die Philosophen Cord Riechelmann, Gerd B. Achenbach und Wilhelm Schmid wollen mit geistreichen, dabei unterhaltsamen Vorträgen einen inhaltlichen Bogen von einer Erregungskultur zur Kultur der Begeisterung und des Engagements bis zur Kultur der Gelassenheit spannen. Wenn wir sinnreich leben wollen, kommt es auf ein ausgewogenes Verhältnis dieser drei Aspekte an, so dass wir ins Gespräch kommen über das, was uns wirklich wichtig ist.

Gerd B. Achenbach

 

Lob der Begeisterung

Eine Welt ohne Begeisterung, eine Welt der Routine und des Funktionierens, Verhältnisse, die kein Enthusiasmus zum Tanzen brächte, Tage, die träge, öde, trist dahinwelken, verschwunden unter dem dicken Nebelgrau von Einerlei und immer Demselben, eine Welt ohne Inspiration, ohne Leidenschaft,

der Ort geduckter, glanzloser Seelen – das ist es, was uns die Moderne, alt, ausgelebt, ihrer selbst längst überdrüssig, als Erbe hinterließ. Ich will gegenhalten: will für Begeisterung begeistern.

Kartenreservierungen sind ab sofort bei der Ritterschen Buch- handlung (02921/4641), der Kunst-Praxis (02921/767097) und der Akademie für angewandte Philosophie (02921/6607805) möglich.

 

Wilhelm Schmid

wird am Montag +  24. November 2014 + ab 19 Uhr + in der Aula des Aldegrever-Gymnasiums + Burghofstraße 20 + 59494 Soest

 

einen Vortrag halten zum Thema:

 

Gelassenheit – Was wir gewinnen, wenn wir älter werden

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe SINNREICH, der Kooperation von Kunst-Praxis, Ritterscher Buch- und Kunsthandlung und Akademie für angewandte Philosophie mit Unterstützung vom Verein der Ehemaligen des Aldegrever-Gymnasiums statt.

 

Prof. Schmid ist ein Vertreter der sogenannten „Philosophie der Lebenskunst“, die die Aufgabe der Philosophie darin sieht, die eigenen Lebensumstände bewusst wahrzunehmen und darauf aufbauend sein Selbstbewusstsein zu formen und dadurch zu einem sinnvollen und erfüllten Leben zu finden. In der Moderne lassen sich Menschen immer stärker beispielsweise von Medien oder der Wirtschaft vorgeben, was sie zu denken oder wie sie zu sein haben. Als Folge davon empfinden viele ihr Leben als sinnlos und trist. Die Lebensphilosophie setzt dieser Entfremdung die Frage entgegen ob das, was man tut, auch tatsächlich das ist, was man tun will.

 

Prof. Schmid wird mit seinem Vortrag auch sein neues Buches “Gelassenheit”, das im Sommer 2014 erschienen ist, vorstellen. Der Vortrag kostet 8,- €, erm. 6,- €. Karten sind an der Abendkasse und im Vorverkauf in der Ritterschen Buch- und Kunsthandlung erhältlich.

 

Zu seinen bisherigen Veröffentlichungen zählen (Auswahl):

*Die Geburt der Philosophie im Garten der Lüste, Schönes Leben? *Mit sich selbst befreundet sein *Glück *Liebe – Warum sie so schwierig ist und wie sie dennoch gelingt *Unglücklich sein *Dem Leben Sinn geben.

 

Auf Pump

Ein Kunstprojekt mit Berufskünstlern, den MALzeitlern, der Kunstpraxis und anderen Künstlern aus dem Outsiderbereich / Konzept und Realisation: Petra Dreier & Michael Hanousek

 

AUSSTELLUNGEN

CityPalais

Königstraße 39
47051 Duisburg
www.citypalais.de
Eintritt: frei

Samstag, 8.3. – Sonntag, 23.3. / Eröffnung: 8.3. / 18.00 Uhr CityPalais Königstraße 39 47051 Duisburg Öffnungszeiten: Di–Sa 15.00–19.00 Uhr So 12.00–17.00 Uhr

Das Kunstprojekt thematisiert die vielfältigen Bezüge, Kreisläufe und Abhängigkeiten des Geldes, der Geldströme und deren Auswirkung auf Dasein sowie Existenz des Menschen. Geben, Nehmen, Leistung, Gegenleistung, Begierde, Maß, Angst, Neid, Verantwortung, Überlebensstrategien, Illusionen und Verführungen sind nur einige Begriffe, die hier thematisiert werden.

 

Beteiligte Künstler: Hans-Peter Baum, Reinhilde Brücker, Klaus Brüggenwerth, Jochen Duckwitz, Petra Dreier & Michael Hanousek, Irmel Droese, Felix Droese, Jörg Eberhard, Gabriella Fekete, Marina Frisse, Michael Golz, Wulf Golz, Fritz Haubner, Annegret Hilgert, Elisabeth Höller, Irmgard Kiaupa, Bernd Liefländer, Roger Löcherbach, Susanne Lüftner-Haude, Markus Meurer, Edith Oellers, Karin Ossenberg, Reiner Rieger, Carsten Reinhold Schulz, André Schweers, Claudia Sper, Alfred Stief, Med. Gustav Struck, Peter Thoms, Claudia Thümler, Carsten Wiegel

"Der dreifach diplomierte Idiot", das Phänomen Erich Spießbach

Die Kunst-Praxis lädt am Sonntag, dem 9. Februar, zu einer Exkursion ins Kunsthaus Kannen in Münster zur Ausstellungseröffnung ein.

Der dreifach diplomierte Idiot
Der dreifach diplomierte Idiot

Ab 15 Uhr wird Dr. Thomas Röske, Leiter der Sammlung Prinzhorn, in Soest als Experte und Förderer der Outsider-Art Sammlung Lüftner bekannt, in die Ausstellung "Der dreifach diplomierte Idiot", das Phänomen Erich Spießbach, einführen:

"Jemanden als verrückt und schwierig zu bezeichnen ist leicht, doch wenn diese Person dann auch noch Intellekt besitzt, wird es schwer.

Die Heilige Dummheit
Die Heilige Dummheit

Erich Spießbach (1901-1956) war anders als seine Zeitgenossen, eckte an und stritt. Die Lebensgeschichte von Erich Spießbach, die im Kunsthaus Kannen gezeigt wird, stellt nicht nur das Leben eines hochbegabten Menschen, sondern den Umgang mit psychisch Kranken im Dritten Reich und in der Nachkriegszeit, der Debatte der Archäologie und familiärer Problematiken in dieser Zeit dar. (...)

Die siegreichen Dummen
Die siegreichen Dummen

Der Titel der Ausstellung „Der dreifach diplomierte Idiot“ – wie er sich auch selbst bezeichnete – bringt dies genau auf den Punkt. Sein Werk ist ein wunderbares Beispiel für eine Zeit in denen Menschen mit psychischen Problemen lieber aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurden als sich mit ihnen auseinanderzusetzen. In seinen Werken geht er provokativ mit dem politischen Geschehen seiner Zeit und den sozialen Entwicklungen um."
(Text-Auszug, Kunsthaus Kannen)

Idiotendiplom
Idiotendiplom

Abfahrtszeit: 13.30 Uhr, Treffpunkt: Kunst-Praxis, Paradieser Weg 15, Soest. Kosten: 10 Euro/Person
Anmeldung und Information, Tel.: 02921 76 70 97; Mobil: 0160 970 483 59; eMail: kunstpraxis.soest@t-online.de
Ausstellungsdauer: 09.02. bis 04.05.2014
www.kunsthaus-kannen.de

Leserbrief zum Artikel "Hilfe für Hochbegabte"

In einigen Presseartikeln über die „Aktion Kunststiftung“ wird eine Verbindung zur sogenannten „Art Brut“ oder „Outsider Art“ hergestellt, was mich sehr verwundert hat.

Ich habe die Absichten der Initiatoren so verstanden: Klaus-Peter Kirchner und seine Frau Mechthild möchten die Integration von Menschen mit einem geistigen Handicap und künstlerischem Talent fördern. Sie wollen eine Akademie gründen, in der diese von Lehrbeauftragten und Dozenten unterrichtet und zu „professionellen Künstlern“ ausgebildet werden können. Bleibt die Authentizität der Werke von Künstlern mit Handicap erhalten, wenn sie akademisch geschult werden?

Den Begriff „Art Brut“ (naturbelassene Kunst) prägte 1945 der französische Maler und Weinhändler Jean Dubuffet. Er schätzte „die Arbeiten von Menschen, die dem professionellen Kunstmilieu fremd gegenüberstehen, die auf diesem Gebiet absolut keine Bildung ´genossen´ haben, Menschen, die erzieherischem Drill und kultureller Konditionierung weitgehend entgangen sind: Einsame, Unangepasste, Inhaftierte, Anstaltsinsassen und Gratwandler jeder Art. – Weil sie sozialen und kulturellen Normen wenig verpflichtet sind, schaffen sie, ohne Rücksicht auf öffentliche Meinung und finanzielle Einträglichkeit, nur für sich selber Werke, die einzig und allein ihren eigenen Untiefen entspringen. Selbstständig tasten sie sich zu Technik, Inhalt, Auffassung und Gestaltung vor.“ (Michel Thévoz, Kunsthistoriker, 1978)

Roger Cardinal verlieh diesen Menschen 1972 den bis heute umstrittenen Titel „Outsiders“.

Da ich mich seit mehr als 20 Jahren bemühe, Leben und Werk dieser besonderen, die Kunstwelt inspirierenden Persönlichkeiten inner- und außerhalb von Soest vorzustellen, ist es mir wichtig, darauf hinzuweisen, was die Bezeichnungen „Art Brut“ oder „Outsider Art“ eigentlich bedeuten.

 

Susanne Lüftner-Haude

Bildende Künstlerin

Leiterin der Kunst-Praxis Soest e.V.

Kunst-Praxis beim 2x2 Forum

Die KUNST-PRAXIS wird vom 3. bis 6. Oktober beim „2x2 Forum“, einer Kunstmesse für Art Brut und Outsider Art, mit Vorträgen, Workshops und Theater, im Kunsthaus Kannen in Münster vertreten sein.

Infos finden sich unter kunsthaus-kannen.de.

Wer mitfahren und/oder uns dort besuchen möchte, kann sich in der Kunst-Praxis melden.