Führungen durch die Ausstellung "Art in Paradise" im Haus der Kunst-Praxis nach telefonischer Absprache.

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Kunst-Dialog mit Christa Biederbick

Christa Biederbick (mit Turban) stellt ihren Katalog vor.
Christa Biederbick (mit Turban) stellt ihren Katalog vor.

Gespräch mit Christa Biederbick

Kunstdialoge in der Kunst-Praxis am 10.09.2016

 

 

So hoch die Wellen um die mögliche Versetzung des „dicken Mannes“, anlässlich der Umgestaltung des Theodor-Heuss-Parks, in Zeitungsartikeln, Leserbriefen und in Internetforen schlugen, so klein war – ganz nach Wunsch der Künstlerin - der Kreis von Interessierten, die sich am Samstagnachmittag im Garten der Kunst-Praxis einfanden, um mit der Bildhauerin Christa Biederbick ins Gespräch zu kommen. Die international renommierte Künstlerin hat die Skulptur „Der Große Sitzende“ im Jahr 1980 zunächst in Holz gearbeitet und als 2. Fassung in Bronze gießen lassen.

Susanne Lüftner, Leiterin der Kunst-Praxis, begrüßte Christa Biederbick und ihre Gäste, die im Schatten der Magnolie Platz genommen hatten und stellte zunächst, als Begründerin der „Künstlerinnen Initiative Soest“ (KIS, 1990-1993), den kunsthistorischen Hintergrund vor, der „den Dicken“,  im Jahr 1991, vor dem ehemaligen Kunstpavillon im Theodor-Heuss-Park, Platz nehmen ließ, wo er bis heute sitzt. Anschließend leitete Susanne Lüftner zu  Biographie und Werdegang von Christa Biederbick über:

1940 in Balve geboren, wuchs sie in Soest auf und studierte Grafik an den Werkkunstschulen Dortmund und Münster, anschließend freie Malerei und Bildhauerei an der Staatlichen Hochschule der Bildenden Künste in Berlin. 1969 wurde sie dort Meisterschülerin und Stipendiatin der Villa Massimo in Rom. Als 24jährige bekam sie den August-Macke Förderpreis. Im Jahr 1976 wurde sie Mitglied der Gruppe ZEBRA. 1991 erhielt sie eine Professur für Bildhauerei an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Christa Biederbick lebt und arbeitet heute mit ihrem Ehemann Karlheinz Biederbick, ebenfalls Bildhauer und Kunstprofessor, in Berlin und Bahnitz (Havelland).

Bewegt lauschten die Kunstfreunde den Erläuterungen von Christa Biederbick zu ihrem so überaus vielfältigen und beeindruckenden Werk, in dem sie auch zu gesellschaftlichen Themen Stellung bezieht: feinsinnig-kraftvoll, manchmal ironisch, immer im Sinne eines engagierten Humanismus. Sie beantwortete Fragen der Gäste zu ihrem Leben als junge Künstlerin und Mutter einer Tochter, als Professorin und zur zeitweise gemeinsamen künstlerischen Arbeit mit Karlheinz Biederbick, zu ihrem langen, gemeinsamen Leben als Künstlerpaar.

„Was für ein schöner Tag“, war gegen 18 Uhr das einhellige Resümee der Künstlerin, ihrer Gäste und der Gastgeberin nach einer abschließenden Führung durch das Atelier von Susanne Lüftner und die Art Brut-Sammlung im Haus der Kunst-Praxis.

Kataloge zur Bildhauerkunst von Christa Biederbick und eine Dokumentation zur Ausstellungs- und Programmreihe „Die Stadt Soest und ihre Künstlerinnen - von vergessenen und bekannten Frauen in der Soester Kunstgeschichte“, ein Projekt der „Künstlerinnen Initiative in Soest“ im Jahr 1991, sind in der Kunst-Praxis, Paradieser Weg 15 in Soest einzusehen. Nächste Gelegenheiten dafür sind die „Lange Nacht der Kunst“, am 24. September von 18 bis 22 Uhr und beim 22. Geburtstagsfest der Kunst-Praxis mit Café Brut am 25. September von 15 bis 18 Uhr.

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